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BUCHBINDEREI KLEIN in der Künstlersiedlung Halfmannshof |
EditorialsNichts kann das Buch ersetzen Der Traum vom elektronischen Buch als Ersatz für das gedruckte Buch ist eine mentale Fehlleistung ersten Ranges. Jeder, der beruflich mit elektronischen Medien und ihren Produkten zu tun hat, weiß, wie vergänglich sie sind, manipulierbar, löschbar, unzuverlässing und flüchtig. Der große Vorteil des Buches ist seine permanente materielle Existenz, seine Endgültigkeit und seine Funktion als Gesamtkunstwerk - vom Text zum Layout, zur künstlerischen Gestaltung, zum illustrierenden Bild. Viele Bücher haben so Jahrhunderte überdauert und sind heute noch verfügbar (siehe alte Klosterbibliotheken), während die elektronischen Medien eine Verweildauer von nur wenigen Jahren haben (Beispiel: Schmalfilm, optisches Foto, digitales Foto, Video-VHS, DVD, Blue Ray, et cetera). Welcher Leser oder Betrachter kann das später (rein technisch) alles noch sehen, lesen, geschweige denn be- oder verarbeiten? Eine permanente Datenmigration wäre erforderlich (Kosten und Zeitaufwand). Das elektronische Buch ist ein typisches Objekt unserer Wegwerfgesellschaft und so einzustufen: Werft es weg!
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